Sexueller Missbrauch bei Feuerwehr vor Gericht

In Niederösterreich sollen fünf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rohrbach einen 13-jährigen Kameraden in einem Feuerwehrlager sexuell missbraucht haben. Nun werden sie wegen Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen, geschlechtliche Nötigung und Freiheitsentziehung angeklagt.

Der Vorfall soll Mitte Juli 2009 bei einem Feuerwehrlager in Eschenbach passiert sein: Der 22-jährige Leiter der Feuerwehrjugendgruppe soll eine zweite Aufsichtsperson sowie drei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren zu der Tat angestiftet haben. Dabei wurde dem Opfer den Mund mit Klebeband verklebt, dann haben ihn die Täter mit dem Kopf voraus in einen Schlafsack gesteckt und diesen fest zugebunden, so die Anklage.

Weil die Täter damit prahlten, flog der Fall auf. Den beiden Aufsichtspersonen drohen bis zu zehn Jahre Haft, den minderjährigen Angeklagten eine Haftstrafe von fünf Jahren.