Freitag, 1. März 2024
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Schwule in Bozen bei Würstelstand brutal verprügelt

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In Südtirol soll sich am Wochenende ein schwerer homophober Übergriff ereignet haben. Dabei erlitt ein junger schwuler Mann unter anderem ein Hirntrauma. Das berichtet der Verein „Centaurus“, die schwul-lesbische Initiative Südtirols.

Wie der Verein berichtet, wollten in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwei schwule Jugendliche nach einem Abend in einem Schwulen- und Lesbenlokal noch bei einem Würstelstand in der Bozner Buozzistraße noch etwas essen. Dass sie dabei Zärtlichkeiten ausgetauscht haben, sorgte bei einigen Passanten für Unmut: Sechs bis sieben Männer beschimpften die Burschen und begannen, sie zu verprügeln. „Bevor die Polizei kam, sind die Aggressoren abgehauen. Ein Augenzeuge hat es noch geschafft, ein Auto-Kennzeichen abzulesen. Eines der beiden Opfer kam mit einem Hirntrauma und einem gebrochenen Arm ins Spital. Zudem ist ihm die Brieftasche gestohlen worden“, fasst Andreas Unterkircher, Präsident von „Centaurus“, die Gewalttat zusammen.

Der Verein verurteilt das Geschehene schärftens und fordert auch eine Distanzierung von der Landespolitik: „Dieses Ereignis beweist, dass auch Südtirol vom Monster Homophobie nicht verschont bleibt und noch sehr viel zu tun ist, um Vorurteil und Gewalt zu bekämpfen“, so Unterkircher weiter.

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