Überfall auf schwules Paar in Bozen geklärt

Der brutale Überfall auf ein schwules Pärchen in der Südtiroler Hauptstadt Bozen dürfte geklärt sein. Wie „Südtirol online“ berichtet, haben Polizei und Karabinieri vier Verdächtige verhaftet.

Die Männer sollen am Sonntag in den frühen Morgenstunden vor einem Würstelstand in der Bozner Industriezone den 23-Jährigen Simone G. krankenhausreif geschlagen haben, weil er dort seinem Freund einen flüchtigen Kuss hat.

Einer der Männer, der 26-jähriger Emin A. aus Mazenonien, wurde verhaftet. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Ermittler ein Ohrring, den das Opfer während des Angriffs trug. Auch die drei weiteren mutmaßlichen Täter sind vorbestraft – zwei davon sind mazedonische Staatsbürger, 25 bzw. 29 Jahre alt, der dritte ist ein 20-jähriger italienischer Staatsbürger mit mazedonischen Eltern. Alle vier hätten die Tat gestanden, so die Ermittler. Der Bozner Exekutive sind die Männer schon länger bekannt, weil sie sie schon öfter Schlägereien in Bozen angezettelt hätten.

Am Sonntag haben sie gegen fünf Uhr früh bei einem Würstelstand zunächst das schwules Paar, das sich geküsst hat, beschimpft und danach Simone G. mit Faustschlägen und Fußtritten attackiert. Dabei erlitt er eine Gehirnerschütterung, Verletzungen am Unterkiefer sowie Hämatome am ganzen Körper. Die Heilungsdauer beträgt etwa ein Monat, außerdem sollen ihm die Täter Brieftasche, Handy und Sonnenbrillen gestohlen sowie einige Ohrringe vom Ohr gerissen haben.