Türkische Polizisten verprügeln Transgender

In der türkischen Hauptstadt Ankara sind fünf Transgender, Mitglieder der LGBT-Organisation „Pink Life Association“, von Polizeibeamten brutal in Gewahrsam genommen worden. Das berichtet die Tageszeitung „Der Standard“ in seiner Online-Ausgabe.

Die fünf Aktivisten waren in der Nacht auf Montag im Auto unterwegs, als sie von der Polizei zum Anhalten gezwungen wurden. Sie zeigten den Beamten ihre Ausweise, wollten aber das Auto nicht verlassen. Daraufhin setzten die Polizisten Pfefferspray ein und verprügelten die Transgender sowie Passanten, die sich einmischen wollten, mit ihren Knüppeln.

Die Transgender wurden abgeführt und mussten auf der Wache medizinisch versorgt werden. Danach wurden sie verhört. Erst durch die Hilfe eines Rechtsanwaltes kamen sie wieder frei.

„Pink Life“ sowie die Lesben- und Schwulenorganisationen „Kaos GL“ und „Lambda Istanbul“ haben gegen das brutale Vorgehen öffentlich protestiert und ein Ende der Polizeigewalt gegen Transgender-Personen gefordert.

In der Türkei wurden in den letzten Jahren zahlreiche Lesben, Schwule und Transgender angegriffen oder ermordet. Aktivisten fordern deshalb die Einstufung dieser Taten als „Hass-Verbrechen“ sowie die Anpassung der türkischen Gesetze, um Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität zu verbieten.