Schwulenaktivisten in Simbabwe festgenommen

Die Polizei in Simbabwe hat zwei Aktivisten des Schwulen- und Lesbenverbandes GALZ festgenommen, weil sie Staatschef Robert Mugabe beleidigt haben sollen.

Außerdem werfen die Behörden den Männern vor, pornografisches Material zu besitzen, erklärt der Rechtsanwalt Dzimbabwe Chimbga. Außerdem habe die Polizei nach der Festnahme der Aktivisten am Wochenende angekündigt, die beiden Männer am Montag einem Richter vorzuführen. Das sei ebenfalls nicht geschehen, so der Anwalt.

Der diktatorisch regierende Präsident Robert Mugabe hat schön mehrmals gegen Lesben und Schwule gewettert. Erst im April bezeichnete Mugabe Homosexualität als „Idiotismus“ und „Irrsinn“, der den Zusammenhalt der Nation gefährden könne: „Wer sich der Homosexualität ergibt, vernichtet die nationale Einheit“, so Mugabe damals. Gleichgeschlechtliche Liebe bezeichnete er als „ausländische Praxis, die in unser Land importiert wurde“.

In Simbabwe gibt es Juni 2006 es ein Gesetz gegen „sexuelle Abnormalitäten“. Durch dieses kann sogar Händchenhalten bestraft werden: Sodomie gilt als „Handlung, die Kontakt zwischen zwei Männern beinhaltet und von einer vernünftigen Person als unanständige Handlung angesehen wird“. Die Höchststrafe beträgt drei Jahre Haft.