Österreich bei Homo-Rechten im hinteren Mittelfeld

Platz 19 bei europaweiter Studie

Europaflagge
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Nur auf Platz 19 von insgesamt 50 liegt Österreich im aktuellen „Rainbow-Europe“-Ranking des europäischen Lesben- und Schwulenverbandes ILGA-Europe. Die Organisation hat die rechtliche Situation in allen Ländern des Kontinents beleuchtet und dafür Punkte vergeben. Zehn Punkte, die Höchstpunktezahl, hat nur Schweden bekommen. Dahinter liegen mit neun Punkten Belgien, die Niederlande, Norwegen und Spanien auf Platz zwei.

Positive Punkte gab es für Anti-Diskriminierungsgesetze, Öffnung der Ehe oder Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, sowie für Adoptionsmöglichkeiten und spezielle Gesetze gegen Hassverbrechen oder Verhetzung. Negative Punkte gab es für ein Verbot von Homosexualität, unterschiedliche Schutzalter für homo- und heterosexuellen Sex und Einschränkungen der Versammlungs- und Meinungsfreiheit.

Österreich liegt im hintern Mittelfeld – gleichauf mit Tschechien, Irland, dem Kosovo und Rumänien

Österreich liegt mit drei von zehn Punkten im hinteren Mittelfeld, gemeinsam mit Tschechien, Irland, dem Kosovo oder Rumänien. Punkte gab es für uns nur für den Diskriminierungsschutz am Arbeitsplatz, die Möglichkeit der Eingetragenen Partnerschaften und die Gleichstellung im Mietrecht. Unsere deutschen Nachbarn sind und in dem aktuellen Vergleich um zwei Punkte voraus: Den Diskriminierungsschutz bei Dienstleistungen und die Stiefkindadoption. Das katapultierte sie auf Rang elf. Auch die Schweiz liegt mit vier Punkten noch vor Österreich.

Die EU-Länder mit dem schlechtesten Ergebnis sind Zypern, Lettland und Polen mit jeweils null Punkten – und damit sogar hinter Georgien, das Lesben und Schwule zumindest am Arbeitsplatz vor Diskriminierung schützt. Schlusslichter sind Russland und die Ukraine mit minus zwei Punkten. Die Türkei schnitt mit minus einem Punkt auch im negativen Bereich ab, der Vatikan kommt auf null Punkte.