TIMM fliegt aus Kabelnetzen

TIMM, der erste Fernsehsender für schwule Männer, kommt aus den Problemen nicht heraus: Wie das Infoportal „queer.de“ meldet, ist der insolvente Kanal aus einem Großteil der Kabelnetze geflogen.

Für „sixx“, den neuen Frauenkanal der ProSiebenSat.1-Gruppe war es eine gute Nachricht: Ab sofort ist der Sender in den Netzen von „Kabel Deutschland“ zu sehen, dem größten Kabelanbieter des Landes. Für TIMM ist diese Nachricht nicht so gut: Denn „sixx“ ist auf dem ehemaligen Kanal des Schwulensendern zu sehen. Dass es statt dem Denver-Clan und Teleshopping nun für Kunden von Kabel Deutschland Oprah Winfrey und Lipstick Jungle zu sehen gibt, ist für Senderchef Frank Lukas nur ein vorübergehender Zustand: Innerhalb weniger Monate könnte eine neue Vereinbarung getroffen werden, so Lukas zu „queer.de“.

Doch der Verlust eines Kabelnetzes, das in 13 von 16 deutschen Bundesländern zu sehen ist, ist derzeit nicht das einzige Problem von TIMM. Denn auch andere Kabelbetreiber haben offenbar Probleme, das Signal über Satellit in ihre Netze einzuspeisen. Ein Betreiber schreibt auf seiner Website sogar, das insolvente Unternehmen habe sein Programm eingestellt. Wer TIMM deshalb über die Internet-Plattform Zattoo sehen möchte, wird aber ebenfalls enttäuscht. Auch hier gebe es „technische Probleme“, die in Kürze behoben sein sollten, so Lukas.

Lukas ist trotzdem zuversichtlich, was die Zukunft von TIMM betrifft: Im Gespräch mit „queer.de“ glaubt er daran, dass TIMM das Insolvenzverfahren überstehen werde. Es gebe mehrere „kleinere und größere“ Interessenten. Ab Herbst werde das Programm auch wieder ausgebaut, so Lukas.