Junger Eunuch in Pakistan wegen Homo-Hochzeit verhaftet

In Pakistan drohen einem Eunuchen und einem Geschäftsmann wegen des Vorwurfs einer illegalen Hochzeit jahrelange Haftstrafen.

Der 19-jährige kastrierte Rani alias Kashif und der 42-jährige Malik Mohammed Iqbal wurden vor zwei Wochen festgenommen, als die Polizei eine Party mit 40 Besuchern, darunter 28 Eunuchen auflöste. Nun beschuldigen die Behörden die beiden, ihr Hochzeitsbankett gefeiert zu haben.

Das bestreiten die beiden. „Ein Mann kann keinen anderen Mann oder einen Eunuchen heiraten. Die Anschuldigungen gegen uns sind falsch“, erklärte Iqbal gestern dem Richter. Auch Rani bestätigt, dass sie nicht geheiratet haben: „Es war mein Geburtstag und Herr Iqbal ist ein Bewunderer.“ Er sei als Gast eingeladen gewesen.

Bei einem Prozess drohen den beiden lange Haftstrafen. Im islamisch geprägten Pakistan ist Homosexualität illegal. Auch Sex außerhalb der Ehe ist ein Tabu. Die Gruppe der Eunuchen, zu denen auch Hermaphroditen, Transsexuelle, Transvestiten und Homosexuelle zählen, wird von der pakistanischen Gesellschaft geächtet. Von den geschätzten 500.000 Eunuchen in dem südasiatischen Land prostituieren sich viele.