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Razzien gegen Schwule in Malaysia

Malaysia geht hart gegen die dortige Schwulenszene vor: Die Polizei stürmte in den letzten Tagen Massagesalons und Fitnesscenter, in denen sie homosexuelle Handlungen vermutete. Das berichtet das Online-Portal „queer.de“ unter Berufung auf lokale Quellen.

So wurden in der Hauptstadt Kuala Lumpur zwei Massagesalons gestürmt, die Beamten hielten 25 Kunden und mehrere Mitarbeiter fest. Im Nordwesten des Landes gab es eine Razzia in einem schwulen Fitness-Center, hier verhaftete die Polizei sieben Männer zwischen 20 und 30 Jahren. Den Männern werden homosexuelle Handlungen vorgeworfen, die in Malaysia mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden können.

In der Öffentlichkeit wird diese harte Linie gegen Schwule unterstützt. Ein Fernsehsender zeigte etwa einen ausführlichen Undercover-Bericht über die schwule Szene – inklusive Razzia. Als Beweismittel wurden dabei unter anderem Kondome sichergestellt.

Malaysia ist ein mehrheitlich muslimisches Land in Südostasien. Am Land gilt teilweise die Scharia, Schwule müssten hier mit dem Tod rechnen. In Kuala Lumpur ist die Situation etwas besser, hier gibt es zumindest eine Community. In der Öffentlichkeit ist Homosexualität ein Tabuthema, es wird auch immer wieder von offizieller Seite gegen Lesben und Schwule gehetzt.

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