Schwule schlanker, Lesben dicker als Durchschnitt

Dass schwule Männer sportlich und Lesben eher pummelig sind, ist mehr als nur ein Klischee – zu diesem Schluss kommt zumindest eine Studie der Harvard-Universität in Boston.

Professorin Kerith Conron hat die Daten von 67.000 Einwohnern des US-Bundesstaates Massachusetts miteinander verglichen und kam zu dem Ergebnis, dass es zwischen sexueller Orientierung, Geschlecht und Gewicht offenbar einen Zusammenhang gibt.

So seien unter den heterosexuellen Männern 21 Prozent der Untersuchten fettleibig, bei Schwulen seien es nur 14 Prozent. Bei Frauen ist es umgekehrt – 17 Prozent der Heteras, aber 26 Prozent der Lesben sind stark übergewichtig.

Esther Rothblum, Professorin für Gender Studies an der Universität von San Diego erklärt den Unterschied damit, dass Männer – unabhängig von ihrer sexueller Orientierung – auf schlanke Partner achten: „Für Menschen, die in einer sexuellen Beziehung mit Männern sind, gibt es die Norm, dünn zu sein. Das ist bei Beziehungen mit Frauen weniger ausgeprägt“, so Rothblum.

Gesünder leben schwule Männer aber deshalb trotzdem nicht: Die Studie ergab, dass sie – genau wie Lesben – mehr rauchen als Heterosexuelle.