[Video] Kuss-Flashmob in Wien größtenteils erfolgreich

Größtenteils erfolgreich war der lesbischwule Kuss-Flashmob, der nach dem Angriff auf ein schwules Paar im Wiener Museumsquartier Ende Mai ein sichtbares Zeichen gegen Homophobie setzen wollte.

Über hundert Paare trotzten dem Regen und knutschten punkt 18 Uhr für zehn Minuten unter ihren bunten Regenschirmen im großen Innenhof des Museumsquartier. Das zweite Ziel, möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen, ging im Schlechtwetter etwas unter: Passanten und Sonenhungrige, die von dem Flashmob überrascht und zum Nachdenken gebracht werden sollten, verbrachten den Regentag nicht in der beliebten urbanen Sommerlocation. Auch die Zahl der Küsser dürfte sich durch den Regen reduziert haben: Auf der eigens geschaffenen Facebook-Gruppe haben sich fast doppelt so viele Paare angekündigt.

Dafür berichteten Medien umfassend über die wasserresistenten Küsser: Unter anderem der ORF als auch Tageszeitungen wie „Österreich“ und „Der Standard“ brachten Berichte, auch der Austria Presse Agentur (APA) war das Kiss-In einem Bericht wert.

Damit war auch der Grund für das spontane Massenküssen wieder in der Öffentlichkeit präsent: Vier Halbstarke zwischen 15 und 18 Jahren haben Ende Mai ein schwules Paar im Innenhof des Museumsquartiers angepöbelt und einen der beiden Männer krankenhausreif geschlagen. „Ich konnte und wollte nicht glauben, dass junge Menschen – noch dazu an einem Ort wie dem Museumsquartier – auch heute noch so rückständig denken“, erklärt das Opfer dem Online-Magazin „Vangardist“. Die Täter wurden noch nicht gefasst.