Spanischer Homo-Heiler vor Psychologenverband zitiert

Ernste Probleme bekommt der spanische Psychiater Joaquin Muñoz. Er soll schwulen Männern in Barcelona angeboten haben, sie von ihrer Homosexualität zu heilen. Jetzt muss er sich deshalb vor der Ethikkommission des Psychologenverbandes verantworten.

„Niemand will homosexuell sein. Wenn es eine Pille gäbe, die die sexuelle Orientierung ändern könnte, würden sie 99 Prozent nehmen wollen“, sagte Muñoz einer katalanischen Zeitschrift. Er glaubt, mit Medikamenten das sexuelle Verlangen dem eigenen Geschlecht gegenüber verringern zu können.

Diese Äußerungen haben nun die Standesvertretung der Psychologen auf den Plan gerufen: Homosexualität ist aber keine Krankheit, stellt der Verband klar. Nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO darf ein Psychiater deshalb einem Schwulen oder einer Lesbe nur helfen, die inneren Spannungen oder den Druck der Außenwelt zu bewältigen, denen er oder sie aufgrund der sexuellen Orientierung ausgesetzt sei.

Aus dem selben Grund untersucht auch das katalanische Gesundheitsministerium die Praktiken von Muñoz. Sie könnten seine Klinik, die Policlinic Tibidabo, jetzt in Probleme bringen: Ihm drohen wegen der Homo-Heilungs-Therapie von Muñoz hohe Geldstrafen.