Eingetragene Partnerschaft in OÖ nur schleppend

In der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz läuft die Eingetragene Partnerschaft für schwule und lesbische Paare eher schleppend an: Erst zwanzig gleichgeschlechtliche Paare haben den Bund fürs Leben geschlossen.

Und Paar Nummer zwanzig, das sich letzte Woche verpartnerte, war ein in der Szene bekanntes: Aidshilfe-Präsident Erich Gattner und sein Lebensgefährte Johann Kienbichl, Gartenmeister im Botanischen Garten, gaben sich im Neuen Rathaus das Ja-Wort. Bürgermeister Franz Dobusch gratulierte persönlich. „Wir sind seit 13 Jahren ein Paar. Wenn es schon früher möglich gewesen wäre, dann hätten wir schon früher geheiratet“, so Gattner.

Und auch die nächsten Eingetragenen Partnerschaften sind schon in Planung: „Drei weitere sind für August und September angemeldet“, so Karl Wögerbauer, Leiter des Linzer Standesamtes. Ein Renner ist die „Homo-Ehe“ in der Stahlstadt damit nicht. So haben im letzten Jahr 845 heterosexuelle Paare in Linz geheiratet. Wenn man bedenkt, dass etwa zehn Prozent der Bevölkerung schwul oder lesbisch sind und viele Paare teils jahrelang auf die Eingetragene Partnerschaft gewartet haben, ist die bisherige Bilanz eher mager. Das weiß auch Wögerbauer: „Ich habe, ehrlich gesagt, mit 80 bis 100 Eintragungen im ersten Jahr gerechnet.“, sagt er der Tageszeitung „Österreich“.

Und in den Bezirken sieht die Lage ähnlich aus: In den einzelnen Bezirkshauptmannschaften Oberösterreichs hat man jeweils ein bis drei Eingetragene Partnerschaften geschlossen.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alle Details zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich