„We are Family“ – Countdown zur Regenbogenparade

Übermorgen Samstag findet mit der 15. Regenbogenparade wieder einer der buntesten und vielfältigsten Events in Wien statt. Heuer findet sie unter dem Motto „We are family!“ statt. Zum achten Mal wird sie von der HOSI Wien veranstaltet.

Wie jedes Jahr beginnt die Parade auch heuer um 14.00 Uhr beim Stadtpark, um dann gegen die Fahrtrichtung – als „andersrum“ – über fast den gesamten Ring bis zum Schwarzenbergplatz zu ziehen. Dort gibt es dann die Abschluss-Kundgebung, die „Celebration“. Höhepunkt dieser Feier ist der Auftritt von Lou Bega.

Außerdem gibt es am Schwarzenbergstand zahlreiche Infostände, von der EU-Agentur für Grundrechte bis zu den GayCopsAustria. Da die Vereinigung lesbischwuler Polizisten zeitgleich Gastgeberin der 5. Tagung der European Gay Police Association (EGPA) ist, werden auch zahlreiche Polizisten aus ganz Europa in ihrer Uniform auf der Parade mitmarschieren.

Außerdem wird die agpro, das Netzwerk schwuler Unternehmer, Fach- und Führungskräfte, bei der Regenbogenparade die größte Regenbogenflagge Europas mitbringen und auf der Ringstraße ausbreiten. Die 60 mal 6 Meter große Fahne wurde 2001 anlässlich der Europride hergestellt und wehte einen Monat lang vom Donauturm. 

Das diesjährige Motto soll darauf aufmerksam machen, „dass Schwule und Lesben nicht nur eine große Familie sind, sondern auch in Familien leben“, erklärt Jona Solomon, Obfrau der HOSI Wien. Deshalb sei die Parade nicht nur eine riesengroße Party, sondern auch eine Demonstration „gegen die Ignoranz der Politik, die gleichgeschlechtliche Paare zum Beispiel immer noch von der Adoption ausschließt, obwohl in Österreich tausende Regenbogenfamilien leben“, ärgert sich Solomon über die Regierung.

Die Parade wird auch von höchsten politischen Kreisen in Österreich geschätzt und geachtet. Bundeskanzler Werner Faymann bedankz sich in einem Grußwort bei der HOSI Wien für ihr „herausragendes gesellschaftspolitisches Engagement“. Der britische Botschafter in Wien, Simon Smith, drückt in einem Schreiben all jenen seine Unterstützung aus, „die sich an diesem Fest der Vielfalt beteiligen werden“, bei dem es darum geht, „Respekt vor den grundlegenden Menschenrechten zu fördern“.

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