Lesbischwule Polizisten aus Europa bei Regenbogenparade

Seit 30. Juli tagen in Wien schwule, lesbische und Transgender-Polizisten aus ganz Europa in Wien. Im Rahmen der 5. European Gay Police Association Conference (EGPAC) tauschen sie ihre Erfahrungen aus und nehmen morgen an der Regenbogenparade teil. Gastgeber der Konferenz sind die Gay Cops Austria – diese dürfen, anders als ihre Kollegen, nur ohne Uniform bei der Runde um den Ring mitmarschieren.

Das Innenministerium unterstützt zwar die Konferenz und schwule sowie lesbische PolizistInnen in Österreich, lässt sie aber an der Parade nicht in Uniform teilnehmen lässt – anders als Exekutivbeamte aus anderen europäischen Ländern, die sehr wohl in Uniform mitmarschieren dürfen. Für die Grüne Europaabgeordnete Ulrike Lunacek eine „typisch österreichisch halbherzige Vorgangsweise“.

Gleichzeitig mit der Konferenz bemühen sich die Gay Cops Austria auch bei ihren Vorgesetzten für Bewusstseinsbildung innerhalb der lesbischwulen Community. Deshalb hat die Wiener Polizei gestern die Kampagne „Rat und Hilfe für Lesben, Schwule und Transgender“ gestartet. Lob dafür kommt von Peter Traschkowitsch, Vorsitzender der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo: „Wir beglückwünschen die Wiener Polizeiführung zu dieser wichtigen und zeitgemäßen Kampagne“