[Video] Schwuler Mann in Uganda geköpft

Unklar sind die Hintergründe rund um den Tod eines Mannes in Uganda, der wegen seiner Verbindungen zu einer lokalen Lesben- und Schwulenorganisation geköpft worden sein könnte.

Wie eine Polizeisprecherin bestätigte, wurde Pasikali Kashusbe geköpft und sein Kopf in der Latrine einer Farm im Wakiso District gefunden. Sein Torso wurde vermutlich schon wenige Tage zuvor etwa einen halben Kilometer von der Farm entfernt gefunden. Auch die Genitalien fehlten dem Torso.

Kashube verschwand vor dreieinhalb Wochen, am Tag der Märtyrer Ugandas, spurlos. An diesem Tag gedenken die Ugander christlichen Märtyrern, die König Mwanga II. um 1880 von ermorden ließ – angeblich, weil sie seine homosexuellen Annäherungsversuche abwehrten. Deshalb kommt es an diesem Tag immer wieder zu Angriffen auf Männer, die für schwul gehalten werden.

Weder sein Partner Abbey noch andere Familienmitglieder waren mit ihrer Suche erfolgreich. Ersten Berichten zufolge war er ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der christlichen Lesben- und Schwulengruppe Integrity Uganda. Neuesten Informationen zufolge ist diese Verbindung aber nicht mehr sicher. Auch ist es mittlerweile fraglich, ob der junge Mann wegen seiner sexuellen Orientierung ermordet wurde.

Es sind nicht die einzigen Fragezeichen bei dem Mord: Die Farm, auf der Kashusbes Kopf gefunden wurde, gehört angeblich seinem Arbeitgeber, dem Leiter der Wahlbehörde Ugandas, Badru Kiggundu. Dieser dürfte dem Bericht des Lokalsenders NTV Uganda zufolge auch der Tat verdächtigt werden. Zu den weiteren Verdächtigen des brutalen Verbrechens gehören nach Informationen des Senders auch Angehörige des Opfers.