Luxemburger Regierung will Ehe öffnen

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt öffnet auch Luxemburg die Ehe für Lesben und Schwule.

Wie das Infoportal „QueerNews.at“ berichtet, hat das Parlament zunächst am Donnerstag Verbesserungen für Lesben und Schwule beschlossen, die in einem Zivilpakt zusammenleben, einen Tag später beschloss der aus Sozial- und Christdemokraten bestehende Ministerrat die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule. Gleichgeschlechtliche Ehepaare hätten dann dabei die gleichen Rechte wie Heterosexuelle, eine einzige Ausnahme gibt es bei Kindern, die während der Ehe geboren werden: Während bei heterosexuellen Paaren der Ehemann automatisch als Vater gilt, müsste bei lesbischen Paaren die zweite Mutter das Kind erst durch ein vereinfachtes Verfahren adoptieren.

Bei ausländischen Ehepartnern muss die Homo-Ehe der Regierungsvorlage zufolge auch im Herkunftsland des Partners möglich sein. Im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen würden anerkannt, die Adoption soll erleichtert werden.

Nach Angaben von Regierungssprecher Guy Schuller wird der Beschluss des Ministerrats noch diese Woche im Parlament eingebracht. Dort wird er dann in den nächsten Monaten diskutiert und zur Abstimmung vorgelegt.

François Didderich, Vorsitzender der Luxemburger Lesben- und Schwulenorganisation „Rosa Lëtzebuerg“ ist mit dem Gesetz zufrieden: „“Sogar wenn das Gesetz erst in einem Jahr angenommen wird, hat Luxemburg einen großen Schritt in Richtung rechtlicher Gleichstellung seiner Bürgerinnen und Bürger gemacht. Ich glaube, dass es schwieriger sein wird, die gesamte Bevölkerung zu überzeugen, vor allem, was die Adoption betrifft. Aber ich bin überzeugt, dass diese Entwicklung Schritt für Schritt angenommen werden wird, wie auch die Ansichten über Homosexualität sich verändert haben“, zitiert ihn QueerNews.

Links zum Thema