„Cruising-Mörder“ tötete zwei Schwule mit Kopfschuss

Angst herrscht unter schwulen Autobahncruisern im Südwesten Deutschlands.

Grund ist der Mord an einem 70-jährigen Schwulen. Seine nackte Leiche wurde an der Autobahn A5 auf einem Parkplatz in Mörfelden-Walldorf, in der Nähe des Flughafens Frankfurt/Main, gefunden. Der Mann wurde mit einem gezielten Kopfschuss hingerichtet.

Jetzt stellte sich heraus: Er ist nicht das erste Opfer eines unbekannten „Cruising-Killers“. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter zum ersten Mal vor zwei Monaten auf einem ebenfalls als Cruising-Treff beliebten Parkplatz in Magstadt, westlich von Stuttgart, zugeschlagen hat. Dort wurde die Leiche eines 33-jährigen Mannes gefunden. Auch er starb an einem Kopfschuss – aus der selben Waffe.

Jetzt geht die Polizei davon aus, dass der Mörder gezielt Cruising-Orte für schwule Männer sucht. Es ist möglich, dass er jederzeit wieder zuschlägt.

Eine Spur gibt es noch nicht. Zwei Männer, die im Zusammenhang mit dem zweiten Mord festgenommen wurden, hatten ein Alibi und mussten wieder freigelassen werden. Auch ein 33-jähriger, den die Polizei für den ersten Mord in Verdacht hatte, musste wieder laufen gelassen werden, weil er für den zweiten Mord ein Alibi hatte.

Die Polizei bittet nun Cruiser um Hinweise, falls ihnen verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind. Die Kriminalpolizei Böblingen, die den Fall in Magstadt bearbeitet, ist unter +49 7031 13-2222 zu erreichen. Die für den Mord in Mörfelden-Walldorf zuständige Sonderkommission „Steingrund“ in Südhessen hat die Nummer +49 6142 696-0.