Fast 100 Österreicher bei GayGames in Köln

In einer Woche startet mit den VIII. Gay Games in Köln die größte schwul-lesbische Sportveranstaltung der Welt: Rund 10.000 Teilnehmer haben sich akkreditiert, davon auch 95 aus Österreich.

Erwartungsgemäß stammen mit 51 die meisten von ihnen aus Wien. Doch auch Graz ist mit 24 Sportlern stark vertreten. Die beliebtesten Sportarten der heimischen Schwulen und Lesben sind den Anmeldungen zufolge Volleyball, Schwimmen, Fußball und Tanzsport. Die meisten Teilnehmer kommen erwartungsgemäß aus Deutschland. Doch auch andere Länder wie die USA oder Großbritannien sind bei den Gay Games stark vertreten.

Insgesamt werden den Teilnehmern 35 verschiedene Sportarten angeboten. Weitere Disziplinen, in denen sie sich zwischen 31. Juli und 7. August messen können, sind Bodybuilding, Bowling oder Golf. Um allen Teilnehmern eine faire Chance zu geben, gibt es verschiedene Alter- und Leistungsklassen. Neben den sportlichen Bewerben bieten die Organisatoren auch ein dichtes Kulturprogramm.

Überhaupt haben die Gay Games ein umfassenderes Ziel, als nur nach sportlichen Höchstleistungen zu schielen. Für Anette Wachter, Geschäftsführerin der Games Cologne GmbH, steht der „politische Hintergrund“ im Vordergrund. Dem entsprechend hat auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle die Schirmherrschaft für die Gay Games übernommen.

Eine Tragödie wie bei der Loveparade in Duisburg, bei der 20 Menschen durch eine Massenpanik ums Leben gekommen waren, ist in Köln unwahrscheinlich: Die Abstimmung mit den städtischen Behörden, Feuerwehr und Sanitätsdiensten in Köln habe vor Jahren begonnen, betonen die Veranstalter. Experten hätten verschiedenste Gefahrensituationen entwickelt und sich dadurch auf die Gay Games vorbereitet. Trotzdem will man die Sicherheitskonzepte noch einmal kritisch prüfen.

Wie olympische Spiele finden auch Gay Games alle vier Jahre in einer anderen Stadt statt. Die erste derartige Veranstaltung gab es 1982 in San Francisco. Während bei den ersten Spielen nur 1.350 Sportler aus zwölf Ländern in 14 Disziplinen teilnahmen, warten dieses Mal mehr als 10.000 aktive Teilnehmer auf ihre Bewerbe.

Links zum Thema