CDU-Stadtrat tritt wegen Homophobie aus Partei aus

Weil seine Partei offenbar ein Problem mit Lesben und Schulen hat, ist ein CDU-Politiker in Baden-Württemberg aus der Partei ausgetreten.

„Ich kann kein Mitglied einer Partei sein, die Probleme mit Schwulen und Lesben hat“, erklärt Ralf Berti, Stadtrat in Fliderstadt, der „Stuttgarter Zeitung“. Damit reagiert er auf die „Eislinger Erklärung“ der Jungen Union Göppingen, in der die Parteijugend eine Rückkehr zu konservativ-christlichen Werten fordert, die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften wird als „falsch und unsinnig“ bezeichnet.

Zwar wurde das Papier nach heftiger Kritik zurückgezogen, Berti fordert aber eine schriftliche Distanzierung von der baden-württembergischen Parteispitze, namentlich Ministerpräsident Stefan Mappus und Generalsekretär Thomas Strobl. Berti habe mit den Verantwortlichen auch Kontakt gehabt, deren Antworten waren für ihn aber „nicht ausreichend“, insbesondere bei Eingetragenen Partnerschaften.

Sein Mandat in der 44.000 Einwohner zählenden Stadt will Berti behalten: „Ich bin als Stadtrat für alle Bürger da. Dazu benötige ich kein Parteibuch.“