Gefesselt und ausgeraubt: Stricher-Date endet vor Gericht

Ein unrühmliches Ende nahm ein Date mit einem Stricher in Düsseldorf: Übers Internet bestellte sich der 42-jährige Stefan B. den 22-jährigen Dennis S. nach Hause. Doch das Date endete vor Gericht: Der junge Mann soll seinen Freier ans Bett gefesselt und dann mit einem Freund dessen Wohnung leer geräumt haben. Was in der Nacht wirklich passiert sein soll, sehen der mutmaßliche Täter und sein Opfer unterschiedlich.

Dennis S. behauptet, sein Kunde habe ungewöhnliche Sexpraktiken verlangt und wollte nicht zahlen. „Da wollte ich mir mein Geld so besorgen.“ Deshalb hat er dann die Elektroartikel mitgenommen – diese brachten knapp über 300 Euro. Mit der Bankomatkarte seines Freiers hob er dann noch einmal 350 Euro ab. Mit dem Geld aus der Prostitution verdiente Dennis S. nach Angaben des Kölner „Express“ seine Drogensucht.

Stefan B. erzählt die Geschichte anders: Er habe sich ahnungslos fesseln lassen und wurde dann von dem Angeklagten mit einem Elektroschocker verletzt. Der Prozess wird in den nächsten Tagen fortgesetzt.