Donnerstag, 18. Juli 2024
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Hat Sizzla die Wiesen-Veranstalter getäuscht?

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Immer umstrittener wird der Auftritt des homophoben Dancehall-Musikers Sizzla beim „Sunsplash reloaded“-Festival am 28. August im burgenländischen Wiesen. Nach einem ähnlichen Vorfall hat der Veranstalter extra versucht, keine homophonen Künstler einzuladen – und wurde offenbar von Sizzla und seinem Management getäuscht.

Nach dem Auftritt der ebenfalls homophonen Dancehall-Gruppe „T.O.K.“ im letzten Jahr hat sich der Veranstalter „Nova Music“ dazu verpflichtet, nur mehr Dancehall-Künstler einzuladen, die sich mit ihrer Unterschrift unter den „Reggae Compassionate Act“ (RCA) von Hass-Liedern distanziert haben. Diesen ließ sich Nova Music auch von Sizzla zeigen.

Was das Management des Künstlers den Veranstaltern aber verschwieg: Mittlerweile distanziert sich der Sänger von seiner Unterschrift. In einem Interview sagte er vor wenigen Monaten über den RCA: „Ich habe nichts unterschrieben, das ist nur eine Vereinbarung mit ein paar Veranstaltern – es ist deren System. Ich kann nicht aufhören, diese Lieder zu singen, weil es in ihnen eine Botschaft gibt, die Menschen hören sollen.“

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Zu dieser Botschaft gehören Sätze wie „Ich gehe und erschieß Schwule mit einer Waffe“.

Die Veranstalter sind nun – auch durch die Recherche von GGG.at – vorsichtig geworden: Sizzla muss vor der Show den Veranstaltern seine Songlist zeigen.

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