Mann in Belgrad sticht zwei Deutsche nieder

In Belgrad hat ein Mann Donnerstag früh zwei deutsche Staatsbürger angegriffen, ausgeraubt und ernsthaft verletzt, weil sie ihm schwul vorkamen. Das berichtet der Radiosender B92 auf seiner Website unter Berufung auf die Tageszeitung „Blic“.

Kristijan Ž. hat den 18-jährigen Dominik M. und seinen minderjährigen Begleiter auf offener Straße überfallen und ihnen Goldketten, Handys und Geld geraubt. Als Opfer ausgesucht hat er die beiden, weil sie sich „auf der Promenade umarmt und geküsst haben“, wie er der Polizei zu Protokoll gab. Dann stach er zu. M. wurde dabei ernsthaft verletzt und wird noch immer in einem Belgrader Krankenhaus behandelt, sein Begleiter konnte mittlerweile schon entlassen werden.

Homophobie ist in Serbien weit verbreitet. Zwei von drei Serben glauben einer neuen Umfrage zufolge, dass Homosexualität eine Krankheit sei. Mehr als die Hälfte ist dafür, dass Homosexualität vom Staat bekämpft werden müsse. Für 38 Prozent ist Homosexualität eine „Erfindung des Westens“, die „auf die Zerstörung der Familie und der serbischen Tradition“ abziele.