Mehr als 3.000 Teilnehmer fordern in Dublin Ehe-Öffnung

Tausende Teilnehmer demonstrierten gestern in der irischen Hauptstadt Dublin für eine Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule.

Wie der „Irish Independent“ berichtet, sind mehr als 3.000 Teilnehmer aller Altersschichten vom Rathaus zum Justizministerium durch die Straßen Dublins gezogen, haben Regenbogenflaggen geschwenkt und „Gleiche Rechte jetzt“ gerufen. Am Straßenrand stehende Passanten haben die Demonstranten noch ermutigt.

Zwar hat das irische Parlament am 19. Juli die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften als eines der letzten Länder in Europa beschlossen. Der Beschluss gilt zwar als Meilenstein für die Rechte Homosexueller auf der grünen Insel, doch die Ehe bleibt schwulen und lesbischen Paaren weiter verwehrt. „Es gibt 300 Rechte für heterosexuelle Paare, die im Gesetz für die Eingetragene Partnerschaft fehlen“, so Max Krzyzanowski. Der in Polen geborene „Mr. Gay World 2009“ ist in der Lesben- und Schwulenrechtsgruppe „LGBT Noise“ aktiv, die den Marsch organisiert hat.

„Wir haben immer die Öffnung der Zivilehe verlangt, so dass gleichgeschlechtliche Paare ihre Kinder mit dem gleichen rechtlichen Schutz aufziehen können wie ihre heterosexuellen Brüder und Schwestern“, erklärt Krzyzanowski eines der wichtigsten Anliegen der Demonstranten.