Österreichern sind Menschenrechte für Homosexuelle egal

Menschenrechte für Lesben und Schwule sind den Österreichern nicht wichtig. Das geht aus einer Umfrage der Karmasin Motivforschung hervor.

In Auftrag gegeben wurde die Studie von der Initiative „Menschenrechte.jetzt.“. Gefragt wurde die Grundeinstellung der Österreichern zu Menschenrechten. Die Bilanz: Am wenigsten schutzberechtigt sind für die Befragten homosexuelle Menschen, Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten sowie Asylanten.

Dafür ist 70 Prozent der Österreicher das „Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit“ wichtig, fast ebenso viele pochen auf das Recht auf Gesundheitsversorgung oder soziale Sicherheit (65). Besonderen Schutz genießen sollten für 83 Prozent der Befragten Kinder und kranke sowie alte und behinderte Menschen.

Prinzipiell glauben die Befragten, Menschenrechte würden in Österreich stark beachtet – auch wenn sie bei ihrer Benennung Schwierigkeiten hatten: Mehr als zwei Drittel der Österreicher kennen Meinungs- und Pressefreiheit sowie das Recht auf Gleichbehandlung und das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit. Die Rechte auf Schutz von Minderheiten und Flüchtlingen kennen allerdings nur jeweils 32 Prozent, nur noch weniger das Recht auf Kultur.