Porno-Darsteller outet sich als HIV-Positiv

Erneut hat sich ein Pornodarsteller als HIV-positiv geoutet. Diesmal ist es Kameron Scott, der unter anderem für Falcon Studios gearbeitet hat. In einem großen Interview mit dem Portal „TheSword.com“ spricht er über seine Erkrankung.

Im Gegensatz zu den Meldungen über die HIV-Infektion von Mason Wyler, die über eine Twitter-Meldung und einen Blog an die Öffentlichkeit gelangten, spricht Scott selbst und freiwillig über seine Infektion.

Sie war auch der Grund, warum er sich aus der Porno-Branche zurückgezogen hat: „Ehrlich gesagt, ich bin mit Porno fertig, weil Porno fertig mit mir ist“, sagt er in dem Interview. Für seine Familie war die Diagnose ein Schock – seine Eltern haben ihn aus dem Haus geschmissen.

Dass in der Pornobranche auch noch andere HIV-positive Darsteller arbeiten, stört ihn nicht: „Niemand, der sich die DVD oder eine Szene online ansieht, hat einen Schimmer, wie der HIV-Status der Darsteller ist. Die einzigen Leute, die das wissen sollten, sind die Agenten, ein paar Studiomitarbeiter und die Darsteller, die zusammen arbeiten. Es ist wie Sex in der echten Welt. Negative und positive Menschen haben jeden Tag gemeinsamen Kontakt, warum sollte das beim Porno anders sein, solange das sicher passiert?“, ist Scott realistisch.

Seinen Fans rät er trotzdem zu Safer Sex: „Egal, ob du positiv oder negativ bist – du solltest immer Safer Sex mit deinem Partner haben. Menschen mit HIV wissen, dass sie gegenüber anderen Infektionen anfälliger sind – warum also ein Risiko eingehen?“

Mittlerweile lebt Scott in Florida als Assistent für den Chef einer IT-Firma. Und er möchte unter anderem auch eine Gruppe für HIV-Positive schwule Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren starten. Seine Bilanz: „Vielleicht habe ich mich angesteckt, damit ich anderen jungen Leuten sagen kann, sie sollen nicht den gleichen Fehler machen. Ich habe meine Gesundheit weggeschmissen für das gute Geld, das ich gemacht habe. Ich wünschte wirklich, ich könnte die Zeit zurückdrehen und der Kameron Scott von jetzt wäre der von 2008“.