Jerusalem muss lesbischwules Zentrum fördern

Die Stadt Jerusalem muss ein lesbischwules Zentrum fördern. Das hat das Oberste Gericht des Staates Israel beschlossen.

Der Streit um die Förderung des „Open House“ begann im Jahr 2003, als die Förderung von der Stadt nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts gekürzt wurde. Eine weitere Klage des Zentrums im Jahr 2005 wurde abgewiesen.

Doch das Höchstgericht sah die Sache anders: Jerusalem müsse das lesbischwule Zentrum genauso fördern, wie es auch andere Städte in Israel tun. Die Stadt Jerusalem muss den Aktivisten jetzt über 90.000 Euro zahlen.

In der Urteilsbegründung heißt es weiters: „Wir können nichts weiter tun, als zu hoffen, dass die Stadtverwaltung sich nicht wieder kleinlich zeigt und die beiden Parteien sich die Hand reichen können, ohne noch einmal das Gericht zu bemühen.“ Außerdem betonten die Richter, die Anerkennung der lesbischwulen Community gehöre zu jeden Punkten, die Israel von anderen Staaten im Mittleren Osten unterscheide.