[Video] Lady GaGa kämpft weiter für schwule und lesbische Soldaten

Erneut hat sich Lady GaGa für schwule und lesbische Soldaten in der US-Armee stark gemacht. Sie nahm an einer Kundgebung im US-Bundesstaat Maine teil, mit der zwei republikanische Senatorinnen überzeugt werden sollten, für eine Abstimmung von „Don’t Ask, Don’t Tell“ (DADT) zu stimmen.

Der Senat will heute über ein Ende von DADT beraten. Um die notwendige Stimmenmehrheit zu bekommen, hat das „Servicemembers Legal Defense Network“ die Demonstration veranstaltet. Damit sollten die beiden gemäßigten republikanischen Senatorinnen Olympia Snowe und Susan Collins aufgefordert werden, für eine Aufhebung des Gesetzes zu stimmen. Denn die Demokraten, die das Gesetz schon seit Jahren aufheben wollen, brauchen mindestens eine Stimme von den Republikanern, um den Gesetzesantrag durchzubringen.

Mehr als 2.000 Menschen sind dem Ruf der Organisation gefolgt, darunter auch Ex-Armeeangehörige, die wegen DADT aus den US-Streitkräften entlassen wurden. Einer der Höhepunkte war die Rede von Lady GaGa, die nicht in einem ihrer bekannt schrillen Outfits erschien, sondern seriös mit Hornbrille und dunklem Anzug. „Unser neues Gesetz heißt: ‚Wenn ihr nicht ehrenhaft genug seid, ohne Vorurteile in den Kampf zu ziehen, dann geht nach Hause'“, machte sie unter den Teilnehmern der Demonstration Stimmung für eine DADT-Abschaffung.

Es ist nicht das erste Mal, dass Lady GaGa sich für schwule und lesbische Soldaten einsetzt: Bei der Verleihung der MTV Video Music Awards letzte Woche wurde sie am roten Teppich demonstrativ von zwei weiblichen und zwei männlichen Soldaten begleitet, die wegen DADT aus den US-Streitkräften geflogen waren.

Das Gesetz aus dem Jahr 1993 ist ein Kompromiss zwischen dem damaligen Präsidenten Bill Clinton und den Militärs: Damals war es Homosexuellen verboten, in den US-Streitkräften zu dienen. Clinton wollte das Verbot aufheben, konnte sich aber nicht durchsetzen. Stattdessen erreichte er, es verboten ist, innerhalb des Militärs über die sexuelle Orientierung zu sprechen. Wenn die Homosexualität eines Soldaten trotzdem bekannt wird, muss er nach wie vor entlassen werden.

Doch auch wenn der Senat keine Abschaffung des Gesetzes beschließen sollte, könnte es bald Geschichte sein: Eine kalifornische Bundesrichterin hatte es vor knapp zwei Wochen für verfassungswidrig erklärt. Es verstoße gegen das im ersten Verfassungszusatz garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung, so die Richterin in ihrer Urteilsbegründung.