Dienstag, 28. Mai 2024
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Adoptionsverbot für Lesben und Schwule ist verfassungswidrig

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Erneut werden in den USA schwullesbische Rechte vor einem Gericht erstritten. Diesmal hat Gerald Cope vom Obersten Berufungsgericht Florisdas das generelle Adoptionsverbot für Lesben und Schwule in dem US-Bundesstaat praktisch gekippt.

Cope bekräftigte damit das Urteil einer Familienrichterin in Miami-Dade, die das Adoptionsverbot als verfassungswidrig aufhob. Geklagt hatte Martin Gill, der zwei Kinder adoptieren wollte, die er schon seit Jahren gemeinsam mit seinem Partner als Pflegekinder großzog. „Es ist schwierig, einen vernünftigen Grund dafür zu finden, dass homosexuelle Menschen zwar als Pflegeeltern oder Vormünder eingesetzt werden, aber dass dieselben Personen von der Adoption pauschal ausgeschlossen sind,“ so Richter Cope in seiner Urteilsbegründung.

„Das ist die Meldung, auf die wir seit Jahren gewartet haben“, freute sich Gill. „Das ist ein Riesenschritt in Richtung Stabilität für unsere Söhne, die uns bisher verweigert wurde“, so Gill in einer Pressemitteilung der American Civil Liberties Union (ACLU), einer US-Bürgerrechtsorganisation, die ihn beim Verfahren vertreten hat.

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Gouverneur Charlie Crist kündigte an, dass das Adoptionsverbot für Lesben und Schwule in Florida ab sofort nicht mehr angewandt wird. Es sei unwahrscheinlich, dass der oberste Gerichtshof die Entscheidung noch einmal umkehren würde, so der Gouverneur. Das überrascht, war Crist bis jetzt eher ein Verfechter der in den USA einzigartigen Gesetzeslage. Dass der Staat gegen das Urteil beruft, ist demnach unwahrscheinlich.