Google hat Probleme mit Lesben, Bisexuellen und Homoerotik

Seit der Suchmaschinenriese Google seinen neuen Dienst „Google Instant“ der Öffentlichkeit vorgestellt hat, gibt es Verwunderung, bei welchen Worten die Real-Time-Vorschlagsliste weiß bleibt. Kritiker vermuten sogar sexuelle Diskriminierung, weil zu den gesperrten Worten „lesbian“ gehört. Eine Gruppe von Aktivisten hat sich die schwarze Liste der verpönten Wörter genauer angesehen und kam auf rund 2.600 Einträge.

Und wirklich – bei „lesbian“ stoppt Google nach dem „b“ die automatischen Vorschläge. Ähnliches passiert bei den Worten „gay boy“, „gay man“ oder auch „gay dog“. Auch „bisexual“ wird bei Google offenbar nicht gerne gesehen, während Einträge über hetero-, homo-, a- oder trisexuelle Menschen bei Google Instant nicht gesperrt werden. Dafür ist „homoerotic“ offenbar ein Wort, das der Suchmaschinenriese zufälligen Findern lieber vorenthält. Auch bei anderen Begriffen ist die Liste nicht immer logisch. So ist mit „hooker“ ein englischer Begriff für Prostituierte gesperrt, mit „prostitute“ und „whore“ hat Google aber keine Probleme.

Auch gewisse Körperteile spart Google bei den Instant-Suchergebnissen lieber aus, um Irritationen zu vermeiden. Dazu gehören „anus“, auch als „ass“ oder „butthole“, „big tits“, die als „boner“ bekannte Erektion, aber auch der „penis“ selbst oder auch nur einfach „nipples“.

Weiters sperrt Google gewisse Sexualpraktiken wie zum Beispiel „bdsm“ oder „golden shower“ – meistens, nachdem man bereits so viele Buchstaben eingegeben hat, dass es ziemlich unsicher ist, durch bloßes Vertippen auf die entsprechenden Begriffe geschlüpft zu sein. Auch bei diversen weiblichen Pornostars bleibt der Such-Bildschirm weiß – genau so bei Paris Hilton und Pamela Anderson.

Warum die automatischen Suchergebnisse allerdings bei „Smells Like Teen Spirit“ ausgeblendet werden, hat wohl eher mit Musikgeschmack als mit Jugendschutz zu tun.

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