[Videos] Sechster schwuler Bursch nimmt sich in den USA das Leben

Die Zahl der schwulen Jugendlichen, die sich im September nach Mobbing von Mitschülern das Leben nahmen, ist auf sechs gestiegen.

Wie heute bekannt wurde, hat sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag der 19-jährige Raymond Chase im Zimmer seines Studentenwohnheimes erhängt. Er studierte an der Johnson & Wales Universität in Providence in Rhode Island. Über das Motiv seines Freitods gibt es noch keine Erkenntnisse.

Damit ist der September ein schwarzer Monat für junge Homosexuelle in den USA. Außer Chase nahmen sich auch der 13-jährige Seth Walsh, der ebenfalls 13-jährige Asher Brown, der 15-jährige Billy Lucas und der 18-jährige Tyler Clementi das Leben, weil sie mit den Anfeindungen ihrer Umwelt nicht mehr leben wollten.

Um ähnlich traurige Ereignisse in Zukunft zu vermeiden, ergreifen jetzt engagierte Mitglieder der lesbischwulen Community die Initiative. Die offen lesbische Talkmasterin Ellen DeGeneres richtete einen sehr emotionalen Appell an ihre Zuseher, der sich über das Internet in Windeseile auf der ganzen Welt verbreitete. Darin ruft sie junge Lesben und Schwule auch auf, rechtzeitig die Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen.

Der bekannte US-Aktivist Dan Savage hat unterdessen das „It Gets Better Project“ ins Leben gerufen. Die Idee: Lesben und Schwule, darunter auch Prominente, sollen auf YouTube von ihrer Jugend erzählen, als sie wegen ihrer Homosexualität missachtet und verspottet wurden. Dass es sich heute um geachtete Mitglieder der Gesellschaft handelt, soll den Jugendlichen zeigen, dass es aus dem Tunnel, in dem sie sich während ihrer Schulzeit befinden, einen Ausweg gibt. Einer der ersten, der seine Coming-Out-Geschichte erzählt, ist der ehemalige „Savage Garden“-Sänger Darren Hayes. Er erinnert sich, dass er von seinen Mitschülern ausgestoßen wurde – und heute glücklich als offen schwuler Mann lebt, der seit fünf Jahren verpartnert ist.

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