Küssende Lesben aus Einkaufszentrum geschmissen

Weil sie sich geküsst haben, wurde ein lesbisches Paar in North Carolina aus dem „Cameron Village“-Einkaufszentrum in Raleigh geschmissen. Jetzt wehrt sich die Community gegen die Entscheidung, die Leitung des Shopping Centers zeigt sich gesprächsbereit

Caitilin Breedlove und ihre Partnerin lieben sich. Das haben sie auch in einem Einkaufszentrum in Raleigh sichtbar, „aber der Situation angebracht“ gezeigt, wie die 29-Jährige dem US-Fernsehsender WRAL erzählte. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sah das offenbar etwas anders: Er bat die beiden Frauen höflich, aber bestimmt, das Zentrum zu verlassen. Er erklärte ihnen, dass sie sich unpassend verhielten und erklärte ihnen, „das will niemand hier in Cameron Village sehen“, erinnert sich die Betroffene.

Was der Sicherheitsmann nicht wusste: Breedlove ist auch in der lesbischwulen Community aktiv – und aktivierte diese nach ihrem Rausschmiss aus dem Einkaufszentrum. Am Sonntag trafen sich mehr als 100 Menschen vor dem Shopping Center, um gegen den Rauswurf zu protestieren.

Jetzt haben sich die beiden Frauen mit dem Manager des Einkaufszentrums getroffen. „Wir haben es begrüßt, uns mit den beiden Frauen zusammensetzen zu können und unser tiefstes Bedauern über den Vorfall auszudrücken“, so Georg York, Präsident der Betreiberfirma. Gegenüber dem Nachrichtensender CNN erklärte er, dass es für das Sicherheitspersonal ein zusätzliches Sensibilisierungstraining geben werde. Der betroffene Sicherheitsbeamte wurde suspendiert. „Wir haben klar gemacht, dass wir keine Toleranz gegenüber Diskriminierungen haben und glauben, dass alle Menschen das Recht haben, in ihrer Arbeit, zu Hause oder ihrem täglichen Leben fair behandelt zu werden“, so York.

Das sieht auch Breedlove so, die für ihr Engagement in den letzten Tagen etliche Hass-E-Mails bekommen hat. „Wir wollen öffentlich über solche Fälle reden, wir wollen nicht mehr, dass sowas im Cameron Village passiert. Wir wollen auch nicht, dass so etwas wieder in North Carolina passiert. Wir haben das Recht, zu sein, wer wie sind, jeden einzelnen Tag, die ganze Zeit“, sagte sie bei der Kundgebung.