Lesbischwule Gemeinde war Ziel einer Paketbombe aus dem Jemen

Der versuchte Terroranschlag mit Paketbomben aus dem Jemen beschäftigt nun auch die lesbischwule Community: Wie das Internet-Portal „queer.de“ berichtet, dürfte eines der Ziele für den Anschlag eine schwul-lesbische jüdische Gemeinde in Chicago gewesen sein.

Einer der Adressaten auf den abgefangenen Paketbomben war die „Congregation Or Chadash“. Diese Gemeinde existiert seit etwa 1976 und wird von etwa 100 Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern zum regelmäßigen Gebet besucht. Larry Edwards, der Rabbi der Gemeinde, weiß nicht, wie er ins Visier der Islamisten geriet. Der „Chicago Tribune“ sagte er, dass man eine vergleichsweise kleine Gruppe sei und er davon ausging, dass die Bomben größere Einrichtungen treffen sollten: „Entweder sind wir per Zufall ausgesucht worden oder weil es eine überwiegend schwul-lesbische Gemeinde ist“, vermutet Edwards.

Ursprünglich gingen die Ermittler davon aus, dass die im gleichen Gebäude untergebrachte Emanuel-Synagoge das Ziel der Terroristen sein sollte. Deren Rabbi Michael Zedek bemerkte in den letzten Tagen, dass die Website der Gemeinde überdurchschnittlich oft von Rechnern aus dem arabischen Raum angeklickt wurde.

Links zum Thema