Ricky Martin „weinte bei Outing wie ein Baby“

Popstar Ricky Martin ist in Tränen ausgebrochen, nachdem er sich vor der Welt als schwul geoutet hatte. Das hat er jetzt erstmals in einem Interview gestanden.

Der 39-Jährige sagte, er fühlte sich benommen, aber erleichtert, als er der Welt über seine Homepage seine sexuelle Orientierung offenbarte: „Ich bin stolz, zu sagen, dass ich ein glücklicher schwuler Mann bin“, schrieb er im März auf RickyMartinMusic.com: „Ich bin sehr froh zu sein, wer ich bin.“

Was er da geschrieben hat, begriff er aber erst, nachdem er auf „Senden“ gedrückt hatte, erzählte er der US-Talkqueen Oprah Winfrey: „Als ich kapiert habe ‚Ok, ich habe gerade auf ‚Senden‘ gedrückt‘, war ich alleine. Ich war eine Minute in meinem Studio. Als mein Assistent reinkam, habe ich einfach angefangen zu heulen wie ein kleines Kind. Ich habe angefangen zu heulen“, erinnert sich der Puertoricaner.

Der Grund für sein Outing waren auch seine beiden Zwillinge Matteo und Valentino, die eine Leihmutter zwei Jahre zuvor geboren hatte: „Als ich sie in meinen Armen hielt, habe ich mich gefragt: ‚Was? Lehre ich ihnen wie man lügt?‘ Sie waren mein Segen zur rechten Zeit. Ich sagte mir: ‚Ok, es ist Zeit, es der Welt zu sagen‘.“, erinnert sich der Sänger bei Oprah.

Nächste Woche erscheint übrigens in den USA Martins Autobiografie. Als er begann, seine Memoiren zu schreiben, beschäftigte er sich auch intensiver mit der Frage, ob er sich outen soll: „Von dem Moment an, als ich den ersten Satz schrieb, war ich mir sicher, dass das Buch ein hilfreiches Instrument sein würde, um mich von Sachen zu befreien, die ich lange mit mir herumgetragen habe“, erinnert er sich. Das Buch trägt den simplen Titel „Me“.

Noch dieses Jahr erscheint außerdem die Single „The Best Thing About Me Is You“, die er gemeinsam mit Joss Stone aufgenommen hat. Ein neues Studioalbum wird es Anfang nächsten Jahres geben.

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