Dienstag, 27. Februar 2024
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Hollywood-Star gegen Berlusconi-Zote

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Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi verärgert mit seinen schwulenfeindlichen Machosprüchen auch Hollywood-Stars – im konkreten Fall Schauspielerin Julianne Moore.

Moore hat beim Filmfestival in Rom den Ehren-Marc-Aurel für ihr Lebenswerk entgegen. Im Festival ist sie mit dem Film „The Kids Are All Right“ zu sehen, der außer Konkurrenz läuft. Darin spielt die 49-Jährige eine lesbische Frau, die gemeinsam mit ihrer Partnerin Anette Bening zwei Kinder hat. Als der 15-jährige Sohn seinen biologischen Vater sucht, gerät das lesbische Familienglück ins Wanken, fühlt sich doch Moores Figur von dem Samenspender, gespielt von Mark Ruffalo, angezogen.

Als sie den Preis entgegennahm, antwortete sie in ihrer Rede dem italienischen Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Dieser ist unter durch eine Sex-Affäre mit zum Teil minderjährigen Prostituierten unter Druck geraten. Bei einer Rede in Mailand sagte er unter dem wohlwollenden Lachen der Zuhörer, für ihn sei es besser auf schöne Mädchen zu stehen, als schwul zu sein.

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Das kann Moore nicht verstehen: „Ich finde diese Worte archaisch und unglücklich. Es ist peinlich, dass man auf diese Weise über die Homosexuellen spricht, das ist einfach idiotisch“, so die Schauspielerin. „Wir leben in einer Epoche, in der es offenkundig ist, dass die sexuelle Neigung eine biologische Natur hat. In New York gibt es viele homosexuelle Paare mit Kindern. Es sind meist Familien, die gut funktionieren und deren Kinder gut erzogen werden. Ich glaube, dass das die Zukunft sein wird“, ist sich Moore sicher.