54-Jähriger vergewaltigte 17-Jährigen: 2 Jahre Haft

In Vorarlberg ist ein 54-jähriger Bosnier wegen Vergewaltigung zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte am Bahnhof von Bludenz mit einem 17-Jährigen Oralverkehr gegen Bezahlung ausgemacht, zwang ihn dann aber in seiner Wohnung zum Analverkehr.

Der Angeklagte behauptete, sich an nichts erinnern zu können, weil er zu betrunken gewesen sei. Dem widersprach Gerichtsgutachter Reinhard Haller: Zwar war der Mann zum Zeitpunkt der Tat alkoholisiert, das habe auch seine Zurechnungsfähigkeit „mäßig eingeschränkt“, aber nicht ausgeschlossen, so Haller.

Richterin Claudia Egger hielt außerdem die Aussage des Opfers für glaubwürdig: Der Jugendliche habe detaillierte Angaben gemacht, deshalb gehe das Gericht davon aus, dass der Angeklagte den Burschen in seiner Wohnung zum Analverkehr gezwungen hat, obwohl dieser mehrmals sagte, dass er dies nicht wolle.

Außerdem musste sich der Bosnier auch wegen versuchtem sexuellen Missbrauch vor Gericht verantworten: Er hat auch einem zweiten Jugendlichen Geld für Sex angeboten, zu dem es dann aber nicht gekommen ist.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.