Das bringt Rot-Grün in Wien für Lesben und Schwule

Beim rot-günen Koalitionsvertrag haben auch schwul-lesbische Themen ihren Platz gehabt. Das schreibt der ehemalige Gemeinderat Marco Schreuder heute in seinem Blog.

So konnte er als Teil der für Kultur zuständigen Verhandlungsgruppe selbst einen Neubeginn des Mahnmals für Homosexuelle, die während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden, in den Koalitonsvertrag schreiben. Um dieses Mahnmal gibt es einen jahrelangen Streit, nachdem das ursprüngliche Projekt aus technischen Gründen nicht verwirklicht werden konnte.

Gemeinsam mit dem Peter Kraus von den Grünen Andersrum verfasste Schreuder auch das lesbischwule Positionspapier, auf dessen Basis die künftige Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou die entsprechenden Themen verhandelt hat.

Im Einleitungssatz des Übereinkommens heißt es ganz klar: „Wien ist eine Stadt der Offenheit und des gegenseitigen Respekts, in der alle ihre Lebens- und Liebesmodelle frei wählen können. Homophobie und Transphobie haben in dieser Stadt keinen Platz.“

Wien wird das erste Bundesland sein, dass sich ganz klar absoluten rechtlichen Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgendern auf Bundesebene bekennt. Damit kämpft Wien auch dafür, dass Regenbogenfamilien die gleichen Rechte wie ihre heterosexuellen Gegenstücke bekommen.

Außerdem sollen internationale Projekte gefördert werden, im öffentlichen Bereich soll gesellschaftliche Diversität ganz klar verankert werden. Auch die Förderung lesbischwuler Vereine durch die Stadt soll evaluiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt wird im Koalitionsvertrag auf die Lage von Transgendern gelegt: Ihre Lage soll künftig stärker in der Öffentlichkeit thematisiert werden.

All diese Maßnahmen sollen in einem „Wiener Paket für Vielfalt und Akzeptanz“ gebündelt werden. Dieses könnte sich in den nächsten Jahren noch weiterentwickeln – zum Beispiel mit Sensibilisierungsmaßnahmen im Altenpflegebereich oder Projekten zur Gewaltprävention.

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