Weltbank fördert Homo-Heiler

Eine Homo-Heiler-Gruppe ist in die Liste jener Organisationen aufgenommen worden, die von der Weltbank finanziell unterstützt werden. Das berichtet das Washingtoner Lesben- und Schwulenmagazin „Metro Weekly“.

Mitarbeiter der Weltbank werden ermuntert, an gewisse gemeinnützige Organisationen zu spenden. Bei diesen werden die Summen von der Weltbank noch einmal um 50 bis 100 Prozent erhöht. Das erste Mal ist nun eine umstrittene Ex-Gay-Gruppe auf dieser Liste zu finden: Die „Parents and Friends of Ex-Gays & Gays“ (PFOX). Da die Liste alphabetisch geführt wird, sind diese zum Überfluss auch noch genau vor der anerkannten Lesben- und Schwulenorganisation PFLAG aufgelistet.

Die Weltbank ist sich bei der Aufnahme der Homo-Heiler keiner Schuld bewusst: „Weil die PFOX die Minimalanforderungen für eine Aufnahme erfüllt hat, ist die Gruppe dieses Jahr dabei“, heißt es in einer E-Mail-Stellungnahme. Zu diesen Minimalanforderungen gehöre unter anderem die Gemeinnützigkeit der Initiative oder, dass sie in der Region Washington aktiv ist.

Für Wayne Besen von der Lesben- und Schwulengruppe „Truth Wins Out“ sind das keine Argumente: Die Weltbank soll sich nicht hinter Formalitäten verstecken. Hass bleibt Hass“, macht er klar. Dass PFOX auf der Liste aufscheint, nennt Besen „widerlich und skandalös“.

Denn die Organisation ich hinter ihrer Fassade alles andere als harmlos: So hat sich ihr ehemaliger Chef Richard Cohen dafür stark gemacht, dass in Uganda die Todesstrafe für Homosexualität eingeführt wird. Diese Initiative wurde erst nach massivem internationalem Druck vorerst auf Eis gelegt.

Gruppen wie PFOX sind meist christlich-konservative Vereinigungen, die glauben, dass Homosexualität mit einer Konversionstherapie „geheilt“ werden kann. Der amerikanische Psychologenverband hält das für sehr gefährlich: Schließlich lasse sich die sexuelle Orientierung nicht ändern, und die „Therapie“ werde oft zum Auslöser für schwere psychologische Probleme bis zum Selbstmord.

Außerdem scheint die Konversionstherapie auch bei führenden Vertretern dieser Organisationen nicht immer den gewünschten Erfolg zu zeigen: Immerhin würden einige führende Vertreter der Ex-Gay-Bewegung bereits bei Polizeirazzien aus Darkrooms gefischt oder bei gleichgeschlechtlichen Aktivitäten ertappt.