„Ballett ist für Schwule, nicht Fußball“

Homophobie scheint im kroatischen Fußball weit verbreitet zu sein: Nach der heftigen Kritik an Vlatko Markovic, dem Präsidenten des nationalen Fußballverbandes, legt der Vizepräsident von Dinamo Zagreb jetzt nach.

Markovic war in die Kritik geraten, weil er sagte, dass unter ihm kein schwuler Kicker in der kroatischen Nationalmannschaft spielen würde. Er selbst habe keine Erfahrung mit schwulen Kickern: „Glücklicherweise, Fußball spielen nur normale Menschen“, sagte er der Zeitung „Vecernji List“ in einem Interview.

Markovic ist mittlerweile zurückgerudert und erklärte, er sei „missverstanden“ worden. Doch dafür bekommt er für seine Aussagen Unterstützung von Zdravko Mamic, dem Vizepräsidenten des Spitzenclubs Dinamo Zagreb. Dieser sagte der Boulevardzeitung „24 Sata“: „Ich würde auch keine schwulen Männer in meiner Nationalmannschaft spielen lassen. Schwule sind für’s Ballett. Die können Journalisten oder Schriftsteller werden“, so Mamic.

Die Initiative „Red Card Homophobia“ hat wegen der homophoben Äußerungen im kroatischen Fußball eine E-Mail-Kampagne gestartet. Ein entsprechendes Muster an den kroatischen Verband und die UEFA kann auf der Homepage der Initiative heruntergeladen werden.

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