Premierminister von Kenia nimmt Anti-Homo-Aussagen zurück

Nach heftiger Kritik nimmt der kenianische Premierminister Raila Odinga seine Aussagen zurück, alle Lesben und Schwulen des Landes sollten verhaftet werden.

„Ich weiß, dass es Rechte für Lesben und Schwule gibt“, sagt Odinga dem Radiosender „Capital FM Kenya“ in einem Interview. „Es wurde gesagt, dass ich die Verhaftung aller Lesben und Schwulen angeordnet habe, aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Ich habe nur die Propaganda erklärt, die jene Leute benutzen, die eine Kampagne gegen unsere neue Verfassung betreiben“, so der Premier weiter.

Durch die Aussagen, die Odinga am Wochenende gemacht hat, haben internationale Beobachter sowie Lesben und Schwule in Kenia befürchtet, dass sich auch in diesem afrikanischen Land die Situation für Homosexuelle verschlechtert. Im Nachbarland Uganda versuchen christliche Fundamentalisten, die Todesstrafe für Homosexualität durchzusetzen.