Beschneidung schützt schwule Männer nicht vor HIV

Eine Beschneidung schützt schwule Männer nicht vor einer HIV-Infektion. Das ist das Ergebnis einer 18-monatigen Studie, die an 1.800 homo- und bisexuellen Männern in den USA und in Peru durchgeführt wurde.

Schon länger ist bekannt, dass eine Beschneidung das Risiko, sich bei heterosexuellem Sex mit HIV anzustecken, um bis zu 60 Prozent senkt. Für die schwule Welt gilt diese Regel aber nicht: Das Risiko, sich mit dem HI-Virus zu infizieren, war bei beschnittenen und unbeschnittenen Männern gleich hoch. Untersucht wurden 1.800 Männer, die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko hatten, weil sie schon mit Herpes simplex vom Typ 2 angesteckt waren. Das ernüchternde Ergebnis: Bei Analverkehr spielt eine Beschneidung offenbar keine Rolle, wenn es um das HIV-Ansteckungsrisiko geht.

Damit werden auch die Ergebnisse früherer Studien bestätigt. Die ausführlichen Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal „Aids“ publiziert.