Kalifornisches Gesundheitsamt schließt Porno-Klinik

Jene Klinik, in der die kalifornische Hetero-Porno-Industrie ihre Tests auf HIV und sexuell übertragbare Krankheiten durchführen ließ, darf keine weiteren Tests mehr durchführen. Damit reagiert das kalifornische Gesundheitsamt unter anderem auf die Kritik des ehemaligen Pornodarstellers Derrick Burts, der sich bei einem Dreh mit dem HI-Virus angesteckt haben dürfte.

Um als Tagesklinik arbeiten zu dürfen, bräuchte die Adult Industry Medical Healthcare Foundation (AIM) in Sherman Oaks im San Fernando Valley eine entsprechende Zulassung. Die fehlte ihr: Rechtsgrundlage für die Arbeit der Klinik war, dass sie als gemeinnützig galt und ein Arzt, der in ihr arbeitete, zugelassen war. Bereits im Juni haben die Behörden die AIM darauf hingewiesen, dass dieser Zustand nicht weiter haltbar wäre. Am Dienstag kam der Bescheid, dass die AIM unter den derzeit geltenden Umständen keine Lizenz als Tagesklinik bekommen würde. Gestern wurde die Klinik von den Behörden geschlossen.

Die AIM wurde im Jahr 1998 von der Porno-Industrie ins Leben gerufen, um durch freiwillige Tests strengere gesetzliche Regelungen abzuwenden. Darsteller in Hetero-Pornos müssen sich vor dem Dreh dort testen lassen. Nun möchte die Industrie diese Tests „fliegend“ durchführen.

Für Michael Weinstein, den Präsidenten der AIDS Healthcare Foundation, ist die Schließung der Klinik eine gute Nachricht: „Es ist gut, dass der Bezirk Los Angeles mit der Schließung der Klinik endlich etwas unternimmt – schauen wir, ob er auch das Rückgrat hat, die Pornodrehs zu beenden“, so Weinstein gegenüber der „Los Angeles Times“. Er wiederholte seine Forderung, Pornoproduktionen ohne Kondom zu verbinden.