Ricky Martin will Homo-Ehe in Puerto Rico

Seit seinem öffentlichen Coming Out hat sich Ricky Martin schon öfter für lesbischwule Themen eingesetzt. Im britischen Schwulen-Magazin „Attitude“ setzt er sich dafür ein, die Ehe in seiner Heimat Puerto Rico zu öffnen.

Zwar könnte Martin seinen Freund, den er noch nie der Öffentlichkeit vorgestellt hat, in einem anderen Land heiraten – aber das kommt für den Sänger aus mehreren Gründen nicht in Frage. Auf der einen Seite fühlt er sich nach drei Jahren Beziehung noch nicht reif für die Ehe. Seine Beziehung sei „ein sich nähernder Prozess“, sagte er dem Magazin.

Der wichtigere Grund ist für Martin aber die rechtliche Situation in seiner Heimat: „Leider haben wir nicht die Möglichkeit, in unserem Land zu heiraten. Wir könnten nach Großbritannien oder Spanien oder Argentinien gehen und etwas wunderschön symbolisches machen, aber das ist nicht das, was ich will. Ich will in meinem Heimatland dieselben Rechte haben wie alle anderen auch. Ich will kein Bürger zweiter Klasse sein. Ich würde es gerne auf der Insel machen, auf der ich geboren wurde und auf der ich sterben werde.“, spricht Martin deutliche Worte.

Seinen Zwillingen Matteo und Valentino möchte er vermitteln, alle Arten von Beziehungen zu akzeptieren: Wir müssen die Leute verstehen lassen, dass unsere Beziehungen auf Liebe und Respekt gebaut sind und nicht jede Familie gleich ist. Das sind Dinge, die ich meinen Kindern sagen werde. Sie werden fragen, wo ihre Mutter ist und ich werde ihnen sagen, dass nicht jede Familie aus Vater und Mutter besteht. Manche Familien bestehen aus zwei Müttern oder zwei Vätern oder einem Vater oder einer Mutter und das ist das Schöne an modernen Familien“, so Ricky Martin.