Mehr Befürworter für Eingetragene Partnerschaft in Chile

In Chile hat die Diskussion um Eingetragene Partnerschaften für Lesben und Schwule neuen Schwung bekommen: Mitglieder der rechten „Unabhängigen Demokratischen Union“ UDI möchten die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare in dem südamerikanischen Land beenden.

Wie die Zeitung „El Mercurio“ berichtet, geht es darum, „tagtägliche Hürden oder Situationen von nicht gerechtfertigter Ungleichbehandlung für Partner des anderen oder gleichen Geschlechts, die zusammenleben“ zu beseitigen. Eine eigene Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule oder eine Öffnung der Ehe wird ausdrücklich nicht gefordert. Allerdings würden gleichgeschlechtliche Paare damit zum ersten Mal in der Geschichte Chiles eine rechtliche Absicherung bekommen.

Damit folgt Chile dem Beispiel von Uruguay, das Eingetragene Partnerschaften im Jahr 2008 eingeführt hat. Argentinien hat als erstes Land Lateinamerikas die Ehe im Juli 2010 geöffnet. In anderen Ländern Mittel- und Südamerikas herrscht in diesem Punkt allerdings noch Nachholbedarf.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Aktuelle Nachrichten über die Eingetragene Partnerschaft in aller Welt