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HOSI Wien mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden

Die HOSI Wien ist mit dem abgelaufenen Jahr 2010 zufrieden. Nicht nur, weil das Partnerschaftsgesetz für schwule und lesbische Paare in Kraft getreten ist – auch vereinsintern war das letzte Jahr für Österreichs ersten Lesben- und Schwulenverein ein Meilenstein.

Denn in diesem Jahr siedelte die HOSI Wien von ihrem angestammten Vereinssitz in der Novaragasse im 2. Wiener Gemeindebezirk mitten in die Szene. Mit der Eröffnung des Vereinszentrums und des Café Gugg hat sich die HOSI Wien nicht nur einen lange gehegten Wunsch erfüllt, sondern auch die Szene mit einem neuen Community-Zentrum bereichert, das – so die HOSI Wien – auch gut angenommen und in den letzten Monaten bereits von einigen Vereinen für Veranstaltungen genutzt wurde.

Gut angenommen wurde auch das Gesetz über die Eingetragene Partnerschaft – „trotz seiner Mängel“, wie HOSI-Wien-Obmann Christian Högl betont. „Mit mehr als 600 Eintragungen im ersten Jahr wurden unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“, ergänzt Generalsekretär Kurt Krickler: „Wir fühlen uns im Nachhinein in unserer Haltung bestätigt, das Gesetz nicht am eingeschränkten Zugang zum Standesamt oder Kompromissen beim Namensrecht scheitern zu lassen, sondern trotz solcher Unzulänglichkeiten zu akzeptieren. Jene, die das Gesetz seit Jänner 2010 in Anspruch genommen haben, haben unter Beweis gestellt, dass der rechtliche Inhalt wichtiger ist als symbolische Äußerlichkeiten.“ Trotzdem möchte möchte die HOSI Wien weiter für die Beseitigung von Diskriminierungen weiterkämpfen und vor allem die Rechte von Kindern in Regenbogenfamilien stärken.

Aus Sicht der HOSI Wien waren auch die vom Verein veranstalteten Großevents ein Erfolg: So war sie im Rahmen der Welt-Aids-Konferenz, die im Juli in Wien stattfand, unter anderem für den Menschenrechtsmarsch mitverantwortlich, der mit einem Konzert von Annie Lennox seinen Höhepunkt fand.

Ein weiterer Höhepunkt des schwul-lesbischen Jahres war für die HOSI Wien die von ihr organisierte Regenbogenparade. „Ihr wurde die weltweit erste Briefmarke gewidmet, die jemals von einer nationalen Postverwaltung zu einem schwul-lesbischen Anlass herausgegeben wurde“, freut sich Högl. Auf Kritik, die es an der Veranstaltung gegeben hatte, ging er nicht weiter ein.

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