Britischer Transgender kastrierte sich selbst

In der britischen Grafschaft North Derbyshire wollte eine 22-jährige Transgender nicht auf den Termin für eine geschlechtsanpassende Operation waren – und kastrierte sich selbst.

Erst 24 Stunden später ging sie ins Krankenhaus. Den Ärzten sagte sie, dass sie den Eingriff ohne Betäubung vorgenommen habe. Es habe weniger weh getan als sie erwartet hatte, meinte sie weiter, während die Ärzte die Wunde behandelt hatten und ihr psychologische Hilfe anboten.

So ganz dürften die Mediziner die Tragweite des Eingriffs aber nicht verstanden haben – in der offiziellen Mitteilung des Chesterfield Royal Hospitals wird die Transgender durchgängig als Mann bezeichnet. „Ein Mann Anfang zwanzig kam ins Krankenhaus, ohne seine Hoden, die er sich am Vortag entfernt hatte. Er wurde behandelt und anschließend entlassen“. Weitere Details verlautbarte das Krankenhaus mit Verweis auf die Schweigepflicht nicht, betonte aber, dass der Fall „ziemlich ungewöhnlich“ sei.

Trauriger Hintergrund des Falles: Wie die britische News-Website PinkNews im Dezember berichtete, hat das staatliche Gesundheitsservice NHS die Überweisungen für Transgender-Behandlungen zeitweilig gestoppt.