US-Bischof: Bei Kampf um Homo-Ehe „keine demilitarisierte Zone“

Dass liberale Kräfte nach dem Attentat von Tucson bemüht sind, die politische Sprache wieder etwas friedvoller zu gestalten, dürfte sich noch nicht bis zur römisch-katholischen Kirche herumgesprochen haben. In einer Predigt hat Robert Evans, Weihbischof von Providence, der Hauptstadt von Rhode Island, die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare als „Werk Satans“ bezeichnet und auch sonst eindeutig militärische Begriffe verwendet.

Grund für den verbalen Amoklauf Evans ist die Ankündigung des neuen Gouverneurs von Rhode Island, Lincoln Chafee, die Ehe für Lesben und Schwule öffnen zu wollen. Das sei „eine Herausforderung für uns Christen, sich vom bösen Werk des Satans zu distanzieren und unseren Glauben an Christus und seine heilige katholische Kirche zu stärken“, zitiert die konservative „National Organisation for Marriage“ (NOM) aus der Predigt des Bischofs. Wenn Politiker versuchten, „öffentliche Zustimmung von Homosexualität“ zu zeigen, würden sie damit die Jugend gefährden, ist Evans überzeugt. Denn diese würde sehen, „das Böse nicht nur toleriert sondern legalisiert“ wird.

Gegen Ende der Predigt erinnert der Bischof in seiner Wortwahl eher an einen Feldherren als einen Verkünder der Liebe Gottes: „In diesem Kampf gibt es keine Neutralität und keine demilitarisierte Zone“, so Evans. Und er warnt: „Wenn unsere Versprechen bei der Taufe irgendetwas bedeuten, dann wissen wir, auf welcher Seite wir stehen: auf der Seite Gottes. Und glaubt nicht für einen Augenblick, dass Gott je etwas vergisst.“