Elton John: „Fuck you“ für Gegner der Ehe-Öffnung

Ungewöhnlich deutliche Worte findet Elton John, wenn es um die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule geht. „Es ist so lächerlich: Ich bin mit meinem Partner seit 17 Jahren zusammen und wir haben einen Sohn, und mein Partner und ich können nicht heiraten“, sagte er bei einem Konzert, dass er zugunsten der „American Foundation for Equal Rights“ in Beverly Hills gab. Und richtete denen, die eine Ehe-Öffnung verhindern, unmissverständlich aus: „Fuck you!“

Damit erntete Elton John den uneingeschränkten Applaus der Anwesenden. Insgesamt hat das Konzert, das rund 500 Gäste sahen, 3 Millionen Dollar eingespielt. Geld, das bei bei dem Kampf, Proposition 8 in Kalifornien wieder abzuschaffen, dringend notwendig ist.

Dazwischen philosophierte der 63-jährige Sänger über Lesben- und Schwulenrechte – und war dabei auch ungewohnt selbstkritisch. Als er „Ballad of the Boy in the Red Shoes“ anspielte, erinnerte er sich an seine Zeit als ungeouteter Schwuler, als Anfang der 1980er Aids über die Szene hereinbrach: „Die amerikanische Regierung war untergetaucht. Und ich war untergetaucht.“ Die Reaktion der Regierung auf die Seuche sei in den Anfangsjahren eine Schande gewesen, so Elton John weiter. Er fügte hinzu: „Und auch ich war eine Schande.“

Elton John hat damit offenbar seine Meinung über die Öffnung der Ehe geändert. Als vor zwei Jahren in Kalifornien das Eheverbot für Lesben und Schwule beschlossen wurde, sagte er gegenüber der Zeitung „USA Today“: „Ich will nicht heiraten. Ich bin ganz froh mit meiner Eingetragenen Partnerschaft. Wenn Schwule heiraten wollen, sollen sie eine Eingetragene Partnerschaft eingehen. Das Wort „Ehe“, glaube ich, stößt viele Menschen ab.