Werden homophobe Aussagen für Niki Lauda zu PR-Desaster?

Zu einem PR-Desaster werden für Niki Lauda langsam seine Aussagen zu einem Männer-Tanzpaar bei der ORF-Show „Dancing Stars“: Auf der Facebook-Page seiner Fluglinie häufen sich Beschwerden, viele User wollen nicht mehr mit Niki Nazionale fliegen oder ihre Flüge sogar stornieren. Auch eine Umfrage unter den GGG.at-Usern zeigt: Mehr als die Hälfte (Stand: 25.1., 12.00) wollen nicht mehr mit Laudas Airline fliegen.

Auch Laudas Geschäftspartner gehen vorsichtig auf Distanz zu dem Ex-Rennfahrer: „Wir kommentieren Aussagen von Niki Lauda nicht“ – mehr als dieser kurze Satz ist der FlyNiki-Mutter Air Berlin nicht zu entlocken. Für die zweitgrößte deutsche Fluglinie ist der Lauda-Sager wohl auch deshalb unangenehm, weil das Unternehmen erst seit kurzem Mitglied er schwullesbischen Touristik-Allianz IGLTA ist. FlyNiki selbst geht auf Tauchstation – die Pressestelle hat auf unsere Anfrage noch nicht reagiert.

Auch die ING-DiBa, für die Lauda wirbt, möchte seine Aussagen nicht kommentieren: „Wir als ING-DiBa treffen keine Aussagen, die sich auf eine private Einstellung oder Meinung beziehen, unabhängig davon wie wir dazu stehen. Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass wir nicht näher auf die Aussagen von Niki Lauda eingehen wollen“, erklärt Pressesprecherin Magdalena Racieski gegenüber GGG.at.

Gestern sagte Lauda der Tageszeitung „Österreich“, es sei ein Skandal „dass der ORF der Jugend einen schwulen Tanzstil ‚Mann tanzt mit Mann‘ unter die Nase reibt, den es in Wahrheit nirgends gibt“. Der Unternehmer ist sich keiner Schuld bewusst und legt in einem neuen Interview mit „Österreich“ nach: „Ich bleibe bei meiner Forderung. Diese Tanznummer ist völlig falsch. Die ganze Empörung verstehe ich nicht.“ Denn er sei nicht homophob: „Ich habe absolut nichts gegen Schwule und Lesben gesagt, das würde mir nie einfallen. Das wird jetzt bloß verdreht. Ich hab nur kritisiert, dass Alfons Haider vom öffentlich-rechtlichen ORF eine Plattform bekommt, um sich darzustellen und für den ORF Quote zu machen.“