Mord an schwulem Journalisten: Männermodel plädiert auf „unschuldig“

Jenes portugiesische Männermodel, das in New York seinen Reisebegleiter, einen offen schwulen 65-jährigen Journalisten, ermordet haben soll, hat sich vor einem New Yorker Gericht für unschuldig bekannt.

Dem 21-jährigen Renato Seabra wird vorgeworfen, Carlos Castro im gemeinsamen Hotelzimmer zunächst bewusstlos geschlagen, dann erwürgt und schleißlich mit einem Korkenzieher kastriert zu haben. Der Fall hat große Wellen geschlagen, über das Motiv herrscht Unklarheit: Zunächst hieß es, Seabra hätte Annäherungsversuche von Castro abgewehrt, dann tauchte das Gerücht auf, dass Castro seinen jungen Begleiter bei einem Diebstahl überführt hatte.

Nach der Tat soll Seabra versucht haben, sich umzubringen – er wurde schließlich auch über das Krankenhaus gefunden, in dem er seine Schnitte auf den Pulsadern verarzten ließ.

Gleich nach der Tat hatte Seabra, für den die Unschuldsvermutung gilt, die Tat noch gestanden. Dieses Geständnis wurde vor Gericht verlesen: Er sagte den Behörden, dass der Angriff auf den 65-Jährigen mehr als eine Stunde dauerte. Castros Gesicht hatte Prellungen und deutliche Schuhabdrücke von Seabra, so das Gutachten. Trotzdem plant Anwalt David Touger eine „energische Verteidigung“ wie er Medienvertretern sagte.